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Baby Schwangerschaft

#MEINEGEBURTMEINEENTSCHEIDUNG – aus Vätersicht

Meine Geburt- meine Entscheidung

Liebe Mütter und geburtsbegleitende Väter, als ich Susannes
Aufruf zu #MEINEGEBURTMEINEENTSCHEIDUNG las, dachte ich gleich: Ja, zu Hebammen will ich was schreiben. Ich hatte
doch echt viele Gespräche mit den Hebammen geführt, nicht nur Anne. Für meine Frau gab es zwar Ratschläge unter der Geburt, oder
später viele praktische Hinweise im Wochenbett. Alles drumherum fand jedoch durch mich statt.

Meine Frau und ihr Körper waren viel mehr mit dem Kinder bekommen
und dem Ankommen befasst, ich war froh meinen Beitrag leisten zu können.

Ich bildete die Serviceeinheit im Hintergrund.
Ich, der Versorger beim ersten Kind. Ich, der Unterhalter beim zweiten Kind. Ich, der Mann im Hintergrund bei all diesen Momenten.






Wir hatten drei Haupthebammen bei beiden Geburten. 


Da wir
uns früh (aufgrund von Diagnosen) einig waren, dass wir in eine Klink gehen
wollten und bereits damals schwer Beleghebammen zu finden waren, ließen wir uns
einfach darauf ein. Abenteuer ich komme.
Eine Vor- und Nachsorge Hebamme, bei der wir auch etliche
Kurse vorher (als Paar zusammen) und nachher (meine Frau alleine) besuchten war
ein fester Bestandteil der ganzen Versorgung. Sie hatten wir uns ausgesucht.
Sie war uns bekannt und sympathisch und jung, jünger als wir. Dass sie bei
unserem ersten Kind selbst kein eigenes hatte, hielt uns nicht ab. Sicher waren
es bis 2007 bereits hunderte Geburten gewesen, denen sie eine leitende Hebamme gewesen war. Meine Frau
teilte die Vorsorge auf, halb Hebamme, halb Arzt. 
Baby blue, K1.

Die Vorbereitungskurse im
Geburtshaus und später in der Hebammenpraxis waren sehr gut. Lehrreich sowieso, aber auch die
Stimmung und das Miteinander hatten den richtigen Rahmen. Auffällig war nur,
dass wir die einzigen der acht oder neun Paare waren, die in ein Krankenhaus gehen
wollten.Dabei war für mich (und sicher auch für meine Frau) das
selbstverständlich. Zu viel Respekt hatte ich vor dem Wunder Leben, so dass mir
Sicherheit vor Gemütlichkeit ging. Wir wollten maximale medizinische Sicherheit,
auch weil wir eben schon wussten, dass bei K1 und K2 kardiologische
Untersuchungen anstehen würden.

Bei beiden Kindern fiel
die Hauptgeburtszeit in eine Schicht. 

Wir haben es nicht erlebt, dass mitten in der Austreibungsphase die
Hebamme wechselte, oder plötzlich verschwand. Kaum ein Beruf hat mehr
Überstunden als dieser, das erzählte mir damals eine Hebamme im Krankenhaus. Wir
hatten bei K1 eine sehr junge Hebamme an unserer Seite. In einem kleinen
Kreißsaal, probierten wir viele Möglichkeiten von Geburtsstellungen  aus. Während, ab einem gewissen Punkt meine Frau
den richtigen Ort und die richtige Position suchte, konnte ich mich zeitweise
mit der Hebamme unterhalten (was der Vater so tut in diesen Momenten). Sie war
damals 24 und kam nicht aus Berlin, dies war ihre 1500 Geburt und überhaupt
alles würde gut!


Dies gab mir Zuversicht. Sie gab mir Zuversicht. 

Die durch
die werdende Mutter zerquetschte Hand nämlich eher nicht. Es war eine gute
Stimmung und die ab und an hereinschauende Ärztin gab mir zusätzliche
Sicherheit.  So kamen wir gemeinsam da durch.
Lediglich bei dem Setzen einer PDA (bei K1) musste ich hinaus. Die Herztöne vom Baby waren wohl zu
schnell, das Kind sollte sich etwas beruhigen. Danach ging es etwas
schmerzfreier und langsamer weiter. Als dann das Kind kam, schaute ich genau hin und als es
draußen war, konnte ich es als Erster sehen. Endlich einmal ein Vätervorteil. 
Nach kurzem Ärztecheck und Hebammenversorgung waren wir zu dritt und glücklich.
Die Wöchnerinnenstation hatte dann eine andere Qualität, Stationsleben
eben.
Egal wie sehr unser Aufenthalt dort auch rhythmisiert war,
ich erinnere mich  gerade beim ersten
Kind an erfahrene Hebammen und Schwestern, die bei Fragen und Beschwerden
zuerst in die Trickkiste der Natur griffen. Froh war ich auch, dass wir die ersten
U-Untersuchungen gleich vor Ort bekamen. 

Zu Hause angekommen hatten wir bald
unsere vertraute Hebamme um uns. Mit ihrer Federwiege schaute sie täglich
vorbei, gab mir Anweisungen was ich wann zu besorgen hatte. Schade eigentlich,
dass die Nachsorge nicht länger ging damals. Sie brachte uns Sicherheit im
zuerst scheinbar „uferlosen Leben“ mit Baby. Was hätte mir da eine
Telefonhotline genützt? Nichts!
Für unser zweites Kind entschieden wir genauso. Unsere
vertraute Hebamme war zum Glück nun in eigener Praxis noch im Kiez. 


Schön war
es, das Ihre eigene Muttererfahrung uns noch mehr Sicherheit gab und sie
weniger streng auf uns schaute, sie verstand nun eben auch manchmal von innen.

Gleiche Klinik, wieder in einer Schicht und wieder hatte ich
Zeit für einen vertrauensaufbauenden Smalltalk. Eine ebenfalls junge Hebamme,
die eine Freundin unserer ersten Klinikhebamme war. Sie freute sich sichtlich in
uns Bekannte zu haben. Im groben ein ähnlicher Ablauf (sozusagen s. oben), nur
alles viel schneller, ohne PDA und mit weiteren zerquetschten Fingern.  Wieder hatte ich den ersten Blick auf das
Kind, etwas das meine Frau sehr bedauert.

Die Wöchnerinnenstation schien dieses Mal trubeliger,
weniger gemütlich trotz unseres Familienzimmers. Ich traf noch eine alte
Schulfreundin wieder, sie hatte auch gerade entbunden, wozu eben Väter so Zeit
haben nach der Geburt. 

Am Ende kamen wir zu Hause wieder in gute und vertraute
Hände, die uns auch auf die Neonatologie begleiteten, als K2 mit 10 Tagen und
einer Streptokokkeninfektion wieder ins Krankenhaus musste. 


Zum Glück sehen wir
unsere Hebamme ab und an, oder hören über sie.

 Lustig das sie mehrere unserer
befreundeten Familienpaare entbunden hat. Was wohl die anderen beiden Hebammen machen?
Vermutlich sind beide nach dieser harten Schule in der Klinik in die Praxis
gegangen, zu wünschen wäre es ihnen.
Ich kann nur meine Bewunderung den Hebammen und
Geburtspflegern auszusprechen, die den wichtigen Start ins Leben sicher
begleiten! So wichtig, nicht nur für die Mütter, sondern auch für die Väter!

Konsti

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2 Comments

  • Suse / Ichlebejetzt
    6. März 2015 at 12:33

    Die zerquetschten Finger gab es hier auch beim Mann: das muß wohl so.
    Danke für den Text. Klar haben Väter auch eine wichtige Rolle und BRAUCHEN auch ihre Hebamme!!
    Liebe Grüße
    Suse

  • Mama notes Blog
    6. März 2015 at 12:43

    <3

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