Die unbeugsamen Gallier - die jammernden #Coronaeltern
Grossekoepfe.de | Ein Elternblog mit Ihrer und Seiner Sicht aus Berlin!
Elternleben

Die unbeugsamen Gallier – die jammernden #Coronaeltern

Heute Abend sind meine Nerven etwas dünner als sonst. Diese Wochentage an denen alle drei Kinder daheim sind und nebenbei noch der Arbeitsalltag ruft, sie machen mich mürbe. Des Nachts knirsche ich wieder mit den Zähnen und falle in einen traumlosen Schlaf.Ich weiß ja, “das Jammern der Eltern”, es will keiner mehr lesen. Während am Anfang der Pandemie noch überall Verständnis für die besonderen Belastungssituationen der Eltern anzutreffen waren, so ist das damalige Mitgefühl inzwischen verschwunden.

Einige Eltern von uns schwenken noch immer ihre Fahnen und regen sich in den sozialen Medien weiter über die besondere Situation auf. Ein bisschen so, wie die unbeugsamen Gallier, nur ohne ihr eigenes Dorf.

Viele andere sind inzwischen still. Die Pflegerinnen, die über den Rand der Erschöpfung arbeiten. Die Erzieherinnen, die sich wie Kanonenfutter fühlen. Die Kinder, die sowieso keiner fragt. Die Lehrerinnen an denen alle ihre Unzufriedenheiten über die fehlende Digitalisierung auslassen.

Viele von diesen Gruppen sind inzwischen leise (oder wurden noch nie laut) und vielleicht schwenken wir Eltern auch deshalb weiter tapfer Fähnchen, mitten aus all dem Chaos. Diese Gruppen, sie schaffen es oftmals selbst nicht mehr und wir Eltern, wir jammern ja sowieso.

Ich knirsche also mit den Zähnen und falle später in einen traumlosen Schlaf.

Am nächsten Morgen stehe ich auf und jammere (gemeinsam mit vielen anderen Eltern) im Internet laut über all die existierenden Doppelbelastungen. Dann setze ich mich an die Arbeit (oder zu unseren Kindern) und schalte das Handy aus.

 

Alu

das laute Jammern der Familien_grossekoepfe.de

Ich habe ein Seil #CoronaEltern #Coronatagebuch

 

You Might Also Like...

1 Comment

  • Anne
    17. Januar 2021 at 15:55

    Hallöchen!

    Du hast di Leute vergessen, die im Lebensmitteleinzelhandel arbeiten. Wir gehen mittlerweile mehr wie auf dem Zahnfleisch. Zum einen sind wir das neue ausflugsziel für die komlette familie mit Omma, Onkel und Schwippschwager und zum anderen sind auch wir coronamüde. Wir werden beschimpft und beleidigt, wenn wir auf Einkaufswagenpflicht, Maske und abstand bestehen. Wir werden nicht mehr begrüßt, es gibt kein Bitte oder Dank und auch keine Verabschiedun mehr. wir werden teilweise wie der letzt Dreck behandelt und müssten trotzdem freundlich bleiben. Ich hasse Menschen

    LG Anne

Leave a Reply