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Elternleben

Rollentausch bei Eltern mal anders (vom wechseln des Klopapiers)

(oder vom Wechseln des Klopapiers)

In unserer Familie funktionieren zumindest wir Erwachsenen gleichmäßig gut. Beide Eltern übernehmen verschiedene Aufgaben. Dieses System ist meist so ausgewogen, dass wir darüber nicht ernsthaft diskutieren. Höchstens uns manches Mal aufregen an diesen bestimmten Tage eben.

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Wir beide haben aber auch so unsere Marotten. Ich lasse gerne Socken liegen. Für mich ist dies stets eine Chance, schnell wieder welche zur Hand zu haben, wenn ich diese benötige. Für Alu ist dies ein Ärgernis. Und ja, die Vorstellung, dass meine Socken irgendwann die Wohnung zupflastern hat etwas Unschönes.

Sämtliche Versuche durch Vergleiche mit Annes Wäscheablegeverhalten meine Fehler zu relativeren wurden als halbseiden entlarvt.

Doch etwas gibt es bei dem ich tadeloses Verhalten an den Tag lege und meine Familie bisher versagt: Es ist das Auswechseln der Toilettenpapierrolle.

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Wenn eine dieser essentiellen Gegenstände abgerollt wurde, schafft es wohl keiner außer mir eine neue aufzuziehen. Meine Mutmaßung ist, dass es nicht an der komplizierten Technik des Rollenhalters liegt, sondern an der Bequemlichkeit meiner Familie. Nun gut die kleineren Kinder sind noch fein raus. Doch zumindest K1 und meine Gattin könnten doch verstehen, dass man eine Kunststoffrolle ganz einfach aus der verchromten Blechhalterung herausnehmen kann. Doch oft wenn ich morgens, meist als erster, auf die Toilette gehe und dort so volltrunken (vom Schlaf) rumsitze und rechts von mir in Richtung Wand fühle, spüre ich nur eingeknicktes kühles Metal und darauf eine leere unansehnliche Papprolle.

Kein besondersweiches vierlagiges Zellstoff liebkost meine Finger, nein, die bloße Leere heißt mich willkommen.

Nun ist guter Rat teuer, auch wenn der Nachfüller gegenüber an der Wand hängt (ein Geschenk einer bastelwütigen Freundin zu ersten gemeinsamen Wohnung 2005) hat es nicht den gleichen Komfort. Zumal es hässlich werden kann wenn die letzten Ersatzrollen zu weit oben hängen, dann wäre Aufstehen Pflicht und wer mag das schon, sich unversorgter Dinge vom Lokus zu erheben? Glück habe ich nur dann, wenn eine meiner anderen Mitbewohnerinnen zumindest eine neue Rolle neben das Klosett auf die Waschmaschine gestellt hat. Doch dies ist nicht so selbstverständlich, wie die Tatsache, dass diese auch nicht aufgefädelt ist. Dies macht bei uns anscheinend Papa bzw. Ehemann – kurz: Ich!  Jeder Versuch dies zu ändern hat nicht gefruchtet. Auch mein neuerlicher Anlauf, den in Frage kommenden großen Mitgliedern, durch erneutes Training das Wechseln der Rolle in die Aufhängung näher zu bringen, endete mit dem Satz vom Kind: „Aber du machst das doch“.

Tja, manche Aufgaben brauchen bestimmte Talente – Ich bin also der Klopapierrollenwechselmann!

Yippie und bei euch so?

Konsti

 

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2 Comments

  • Richard (vatersohn.blog)
    5. November 2018 at 12:32

    Kommt mir sehr bekannt vor. Es sind die kleinen Dinge im Leben, nicht wahr? 🙂
    LG, Richard & Hugo (vom vatersohn.blog).

  • Caro
    8. November 2018 at 17:41

    Bei uns denkt an sich keiner dran. Aber: Fürs erste Kind brauchten wir eine freistehende Lösung, da in der alten Wohnung nicht ans Papier zu kommen war unter ca. 1,50m Größe. Seither haben wir diesen Ikea-Bambushalter. Der hat Platz für 2 Ersatzrollen. Irgendwie schaffen wir es seither gemeinschaftlich, kurz vor Ende der letzten Rolle nachzulegen…

    Aber ansonsten weiß ich trotzdem, was Du meinst. Ohne mich hätten die Kinder keine Wechselklamotten in den Einrichtungen, erst recht nicht, wenn was dreckig nach Hause kam und auch nichts für andere Jahreszeiten, geschweige denn irgendwannnmal die nächste Größe Gummistiefel…

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