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Willkommen im “Erwachsenentopf” ihres Lebens.

Der Erwachsenentopf des Lebens.

Als ich auf der Grenze zwischen Kind und Erwachsener war mit
14 Jahren, traf ich einen Mann. Er wurde mir Mentor und Ratgeber. Gemeinsam
organisierten wir Festivals und waren in der Politik tätig. Meine Eltern
kannten den Sozialarbeiter und Aktivisten und seltsamerweise habe ich ihn lange
mit meinen Eltern alterstechnisch in diesen einen „Erwachsenentopf“ geworfen.
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.
Auch heute noch haben dieser Mensch und ich guten Kontakt. Vor einigen Jahren
hat er geheiratet, er ist immer noch in der Politik tätig und kennt alle meine Entwicklungsschritte
und Kinder von Babybeinen an.

Als seine Frau mich fragte wie lange wir uns
kennen und woher mussten wir beide erstmal nachrechnen und stellten dann fest,
dass es nun über 20 Jahre sind. Entgeistert erzählte ich ihm, dass ich ihn
damals für einen Greis gehalten habe, einen alten Mann mit Bart. Alle Menschen
waren für mich damals irgendwie alt, es gab keine Unterschiede.
Heute werde ich 35 Jahre alt, das ist für viele Menschen die
meinen Lebenslauf kennen noch recht jung. Menschen die mich noch nicht so lange
kennen wie besagter Freund, stellen mir oft die Frage  wann ich denn dieses und jenes gemacht hätte
und wie alt ich beim ersten Kind gewesen sei?
Die Antwort ist stets die gleiche: Ich war und bin ein unruhiger Geist
innendrin. Ich konnte nie gut stillstehen, mich an Ort und Stelle geistig aufhalten.
Ich musste immer „was tun“, ob nun ein Festival erfinden mit 14, oder für die
Magazine der Stadt Berlin schreiben mit 19, ob eine Lehre, ein Studium, ein
Kind bis 25. Dinge tun hielt mich lebendig und gut gelaunt, schon immer.
Langeweile kommt selten bei mir auf, wenn ich Zwischenzeiten
habe lese ich ein Buch, oder zwei, oder drei.
Nun hingegen fühle ich mich langsam alt, nicht steinalt,
aber älter tief innendrin. Ich fühle mich, als sei ich angekommen in diesem „Erwachsenentopf“
in dem alles verschwimmt. Für meine Kinder werde ich nun die Mama sein, deren
Freunde alle gleich alt sind. Ich bin für sie keine coole junge Frau die mal
eben eine Lesung für einen guten Zweck organisiert, oder die nochmal studieren
wird. Ich bin allem voran ihre Mutter auf die sie bauen und sich stützen.
35 Jahre, das ist kein Schreckgespenst, nichts was mich aufhorchen
lässt. Ich bin ich und seit ich weiß, dass mein Freund und Mentor kein Greis,
sondern bei unserem Kennenlernen erst 35 Jahre alt war, da haben sich meine Perspektiven
erneut verschoben. Wir waren stets Gesprächspartner auf einer Wellenlänge, nun
sind wir Gesprächspartner in dem einen „Erwachsenentopf“ meiner eigenen Kinder,
ist das nicht irre toll? Mit 35 kann ich bereits auf viele tolle Ereignisse und
Entwicklungsschritte meines Lebens zurückschauen und ich kann mich freuen, denn
da ist noch Platz für so viel mehr.
In diesem Sinne:
Bleiben sie mir gewogen liebe/r Leser/in.

 

Alu
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2 Comments

  • stickmurmel62
    9. Februar 2017 at 08:56

    Ich wünsche Dir alles Gute zum Geburtstag. Und da ich heute auch Geburtstag habe (allerdings den 55.) kann ich Dir versichern, dass das mit dem "unruhigen Geist" womöglich am Geburtsdatum liegt, denn das bin ich wohl auch. Feiere schön und glaube mir, die nächsten 20 Jahre werden toll.LG Viola

  • Anonym
    9. Februar 2017 at 11:18

    Happy birthday,liebe Alu! Ich bin vorgestern 34 geworden und hatte ganz ähnliche Gedanken wie du! Deine Sicht auf die 35 gefällt mir! Alles Liebe,Isabelle

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