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Wochenende in Bildern

Tagebuchbloggen am 5. Juni – Was machst du eigentlich den ganzen Tag? #WMDEDGT

Der Wecker klingelt heute Morgen um 6.15 Uhr. Es ist ein normaler Mittwoch, hier immer der Tag an dem der Liebste viel Programm hat.

Während ich den Rucksack des Kindes für den Wandertag packe, suche ich das Portemonnaie. Seit einigen Tagen suche ich schon die Krankenkasse von einem der anderen Kinder,  irgendwie verschluckt das Haus so einiges. Schön wäre es,  wenn sich die Sachen dann langsam mal wieder anfinden könnten – dies ist also ein Suchaufruf an die verlorenen Dinge im Haushalt –

Nach dem Frühstück (wie immer im Stress) fahren die Kinder zu ihren Schulen und der Mann und ich nehmen noch einen Moment Platz. Ich trinke meinen ersten Kaffee des Tages (koffeinfrei, wie immer) und wir reden über sein heutiges Programm. Nachdem er aus der Tür ist, ziehe ich meine Jacke über und laufe meine tägliche Runde. Ich habe wieder damit angefangen und finde es gut. Die Routine mag ich und ich mag es Podcast zu hören, während ich die 2,5 Kilometer Runde gehe.

Pusteblume am Straßenrand

Als ich zurück bin mache ich mir Frühstück. Ich habe am Wochenende glutenfreies Brot gebacken, mit Skyr. Es ist lecker und hat heute seinen letzten Tag (zu trocken irgendwie inzwischen). Ich setze mich danach an den Rechner und erledige Papierkram, der niemals weniger wird wenn man krank ist und da meine letzte OP heute sechs Wochen her ist, ist weiterhin viel zu erledigen.

Heute mal wieder mit dem Rad unterwegs

Nach dem Frühstück steige ich auf mein Rad (endlich wieder Rad fahren!) und fahre zur Apotheke. Ich hatte dort gestern Medikamente bestellt. Am Vormittag ist immer “Renterlauf” vor und in der Apotheke, aber ich reihe mich ein. Danach fahre ich weiter zur Physiotherapie. Ich bekomme derzeit Narbenbehandlungen für meine 30 cm langen Narben am Bauch und den Brüsten. Diese Behandlungen sind nicht angenehm, mehrfach würde ich gern von der Liege hüpfen (AUA!). Wir reden dort über die weiteren Behandlungen und ich versuche viel zu Atmen (AUA). Danach steige ich wieder auf mein Rad. Ich möchte heute endlich mal all die kleinen Pflanztöpfe zurückbringen, die über die vielen Wochen angesammelt hatte. Ein Garten in der Nähe sammelt diese ein und verkauft dann zum nächsten Saisonstart Gemüsezöglinge darin. Ich radel also ein wenig dahin und der ältere Herr freut sich darüber, dass ich so viele Töpfe zurück bringe. Auf dem Weg nach Hause dann noch ein Abstecher zum Aldi (um Spargel zu kaufen) und ein Telefonat mit einer Freundin (natürlich nicht beim Rad fahren!). Daheim esse ich Reste vom Linsensalat und mache dann Mittagsschlaf. DAs mache ich jeden Tag, denn Mittags nehme ich meine Chemotablette und die kickt einen nach ca. 30 Min aus dem Rad. Auch heute schlafe ich zwei Stunden, es geht einfach nicht anders.

Ein langes Schläfchen

Ich wache vom Klingeln auf. Die Kinder sind zu Hause. Heute habe ich mir vorgenommen mit den Kindern ein Eis essen zu fahren. Der Mittlere will nicht mit, so dass ich mit der Jüngsten und ihrer BFF allein zum Eisladen fahre. Es ist ein neuer Laden, hier in der Gegend. Die beiden Kinder fahren noch auf dem Bürgersteig und vor mir, wie es sich gehört. Auf dem Hinweg klappt auch alles, vor Ort gibt es dann Softeis für sie und ein kleines Spaghettieis für mich. Ich bin leider gar kein wirklicher Eisfan, so dass ich meins auch an die beiden abtrete, was sie durchaus begeistert.

Spaghetti Eis Konditorei Siebert

Auf dem Rückweg fahren wir wieder Bürgersteig und vor uns fährt eine Frau, die mit Airpods in den Ohren telefoniert und immer mal wieder links/ rechts auf dem Bürgersteig fährt. Die Kinder klingeln, wir rufen, aber sie reagiert gar nicht. Die Kinder fahren immer dichter auf, weil die Dame sich anscheinend nicht entscheiden kann ob sie nun fahren oder telefonieren mag…Irgendwann sage ich den Kindern sie sollen bitte mal hinter mich kommen und fahre sehr dicht an die Frau heran. Sehr laut und deutlich rufe ich “Hallo! Hallo?! Bitte machen sie Platz, hinten ihnen fahren mehrere kleine Mädchen Rad”. Da schnauzt mich die Frau an “Sie sind ja ein tolles Vorbild, so mit mir zu reden”. Ich bin total platt und entgegne dann “Ja, das bin ich. Ich begleite kleine Menschen auf ihren Rädern, ohne Kopfhörer und wir haben bereits fünf Versuche gestartet, sie auf uns aufmerksam zu machen…” Während sie dann doch mal etwas weiter links fährt um uns vorbeizulassen, beschwert sie sich noch am Telefon über mich. “Eine unhöfliche und bescheuerte Frau würde sie anschreien…” und wir fahren langsam weiter. Ehrlich, das nächste Mal versuche ich nicht sie vor irgendwas zu beschützen, sondern lasse die Kinder einfach hinten rauffahren, boah ey. Wie dämlich kann man sein? Als erwachsene Person fahre ich auf dem Radweg, OHNE Kopfhörer und möglichste gerade! Das hilft allen anderen Verkehrsteilnehmern. Die Mädels waren ordentlich geschockt danach.

Rad fahren in Frz Buchholz mit den Kindern

Die Spargelsaison endet

Zu Hause bereite ich dann den Spargel zu und für die Kinder Pizza, nachdem sie die Quiche von gestern nicht essen wollten. Jetzt sitze ich auf dem Sofa und bin froh, dass es regnet. So muss ich die Hochbeete nicht mehr alle gießen. Den Müll haben die Kinder und ich noch rausgebracht und die Tonne zieh ich gleich noch nach vorne. Mal sehen wann der Mann von seiner Arbeit nach Hause kommt, im Schnitt am Mittwoch gegen 21 Uhr!

Gerade eben habe ich noch vom Tod von Annette rexrodt von fircks erfahren, ich zünde also gleich nochmal eine Kerze an für diese tolle Frau! #Fuckcancer

Ich denke da werden die Kinder und ich dann wohl schon im Bett sein! Gute Nacht!

Alu

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Tagebuchbloggen am 5. Mai 2024 / #WMDEDGT

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