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Elternleben

Ich bin also kein echter Kerl? Stimmt, ich bin Vater.

Nach den Diskussionen, dass ich kein echter „Kerl“ sei, weil ich mir Hilfe suche, wenn meine Frau auf Kur ist, schreibe ich noch einige weitere Dinge zu dem Thema.

VORAB SEI GESAGT: Ich billige jedem und jeder zu sich ebenso zu verhalten, oder es ganz anders zu tun. Dies hier ist rein subjektiv (was bei einem Privatbog selbstverständlich ist). Doch anscheinend muss das Selbstverständliche sich immer wieder erklären (ein Paradoxon in sich).

Was ich heute tue ist: Meinen typischen Tagesablauf aufschreiben der aufgrund meines temporären Alleinseins feststeht. Dies nützt allen die keine Kinder, oder sogar mehr Belastung, haben zum Vergleich. Gerne könnt ihr mir eure zusenden damit auch ich weiß wie es euch geht.

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3:00 Uhr, Die jüngste Tochter wird wach. Ich lege mich neben sie und hoffe, dass sie gleich wieder einschläft (alternativ: 2h wach,mit lesen, essen, wickeln).

6:55 Uhr, Der Wecker klingelt das zweite Mal. Ich drücke 10 min Snooze. K1 kommt herein weckt mich

7:00 Uhr, Ich hole die Kleine zum Frühstück, die Große hat einiges schon hingestellt. Für die Mädels gibt es Müsli, ich esse Toast und mache Brote für den Tag.

7:20 Uhr, Ich bitte K1 auf K3 aufzupassen damit ich duschen kann, klappt teilweise, klappt teilweise nicht „Was macht da Papa da?“

7:30 Uhr, K1 zieht sich an. Ich ziehe K3 an wickle es es, diskutiere über das Kleid und weitere Ausstattung. Dann gehe ich zurück ins Schlafzimmer, suche Kleidung heraus und kleide ich mich an. Wir packen unsere Dinge und diskutieren welches Plüschtier oder welcher Roller mitkommt. K1 ist leicht panisch, ich hoffe sie hat das Gesagte noch gehört.

7:45 Uhr, Wir sind aus dem Haus, K1 geht allein zur Schule, K3 bringe ich (heute mit dem Auto) zur Kita.

8:05 Uhr, Da der Weg normalerweise nur 10 Minuten dauert (mit Auto) und die Kleine gerne in die Kita geht sitze ich im Wagen zur Arbeit. Es kann aber auch sein, dass wir uns 20 Minuten mit dem Hund am Eingang befassen. Manchmal habe ich die Zeit dafür, dann ist alles gut.

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8:40 Uhr, Ich komme im Büro an. Meist gibt es die ersten neuen Baustellen für mich. Ich klemme mich dahinter.

8:55 Uhr, Telefonate und PC Arbeit.

9:30 Uhr, Jetzt sind die meisten Kollegen auch da.

10:00 Uhr, Sitzungen, Telefonate usw. Arbeit halt.

12:30 Uhr, Halbstündige Mittagspause, ich schreibe mir einen Einkaufszettel und erledige Telefonate für den anstehenden Hausbau oder für das Therapieprogramm von K2.

16:00 Uhr, Fahrt zur Kita, Telefonat mit K1, ob es ihr gut geht. Sie ist meist seit 2 Stunden zu Hause.

16:30 Uhr, Das kleine Kind wird abgeholt. Hier ähnliche Szenarien wie bei der Abgabe. Oft habe ich jetzt Zeit mit ihr Laub zu zählen. Nur wenn es sehr kalt ist bin ich resolut.

16:50 Uhr, Kurz noch in den Supermarkt es fehlt irgendetwas. Ich habe meine digitale Liste dabei.

17:30 Uhr, Wir kommen daheim an, die Mädels spielen. Ich bereite Essen vor. Ein Kind möchte dies essen, das andere Kind was anderes. Zwischendurch schaue ich nach den Damen und helfe bei ersten Schulfragen.

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18:15 Uhr, Essen – jeder Teller sieht anders aus.

18:25 Uhr, Tisch abräumen, Müll bereits schon mal fertig machen.

18:35 Uhr, Spielen zu dritt, Telefonate mit Omas und Opas, Mama und K2

19:00 Uhr, Bettfertig Machen für K3. Schlafanzüge werde vehement abgelehnt. Ich lasse ihr das Kleid an und suche ein neues für morgen heraus. Hauptsache warm genug. Etwas mit der Zahnbürste „spielen“ und nun ins Bett.

19:10 Uhr, Im Bett liegen, lesen, kuscheln und dem Hörspiel lauschen (meist ohne einzuschlafen).

19: 45 Uhr, Die Große wartet auf mich, sie braucht noch Rückmeldung zu den Aufgaben. Klopfen.

20:00 Uhr, Gehe in die Küche und räume auf, hänge Wäsche auf usw. Dazwischen helfe ich der Großen bei den Hausaufgaben. Oft ist die kleine Tochter noch wach, dann ist dort öfter etwas zu tun. Vom Nuckel abwaschen über Teddy wickeln bis hin zum erneuten vorlesen.

21:15 Uhr, Die Kleine ist ruhig oder schläft, die große Tochter hat Freizeit. Ich setze mich an den Rechner, im Hintergrund läuft eine Doku im Fernsehen. Ich bearbeite Briefe und Rechnungen, beantworte E-Mails, bereite Termine für die Arbeit oder uns als Familie vor, pflege Listen und trinke ein Bier.

22:30 Uhr, Der Rechner ist aus. Ich sehe Spätnachrichten. Die Große schläft auch. Endlich Zeit für mich ohne direkte Verantwortung für die anderen. Denn wer schläft ist sicher und bedürfnislos.

23:00 Uhr, Ich mache mich Bett fertig und schaue nach den Kindern. Hier ein Licht aus, da ein Licht anmachen. Zudecken usw.

23:15 Uhr, Ich liege im Bett und lausche in die stürmische Nacht. Irgendwann schlafe ich ein.

ACHTUNG: Ich weiß, dass das für viele Menschen normal ist.

Doch auch das Normale darf Thema sein. Ich meckere nicht. Ich bin nicht ausgebrannt.

Ich bin sehr glücklich mit meinem Leben und dennoch sieht es beeindruckend viel aus. Und: Ich bewundere die Menschen die das und noch mehr alleine hinbekommen.

Ich beneide aber auch zeitweilig die Menschcen die keine Kinder haben und ihre Zeit nur mit sich abstimmen müssen.

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Wenn Alu da ist haben wir zwar ein Kind mehr, doch wir teilen uns auf. Sie spielt, ich mache Haushalt oder ich spiele, sie backt usw. usf.. Auch kann ich so derzeit nicht auf meine 8,5h Arbeitszeit am Tag kommen. Die sonst oft noch anliegenden, dienstlichen Abendtermine gehen so nicht wenn ich allein mit den Kindern bin.
Daher bin ich dankbar, wenn die von der Krankenkasse bezahlte und von jedem Menschen beantragbare Hilfe kommt und an zwei Tagen von 15 bis 18 Uhr Kinder holt, betreut und lecker kocht. Wenn gerade jetzt 14 tägig eine Putzhilfe kommt und die Grundsauberkeit herstellt, ich bin so entlastet und verzichte gern dafür auf vieles andere.Wenn die Großeltern Termine mit K1 übernehmen und auch die kleine Tochter abholen, dann hilft es mir.

Wenn ich weiß wo wir hinkönnen, und wen wir fragen können ist dies eine wichtige Sicherheit.

Am meisten hilft mir aber wenn meine Frau wieder da ist und wir wieder als Team spielen. Ich bin nicht Alleinerziehend und habe das auch nie behauptet. Wenn K2 endlich wieder die Schwestern aufmischt und der Trubel nicht nur Kraft nimmt, sondern auch Freude gibt.

Wie die Diskussionen zeigten: Bin ich für viele ein Schlappschwanz.

Das ist mir egal.

Für etliche Menschen ist dies Luxus, gaben sie zu verstehen. Wir haben das große Glück so ein Netzwerk zu haben und uns auch Gedanken darüber zu machen wie man sich gegenseitig entlasten kann.

Ist das nicht Selbstfürsorge?

Sollte ich keinen Antrag auf Haushaltshilfe stellen nur weil andere das vielleicht nicht machen?

Darf ich deswegen nicht darüber berichten?

Soll ich mich aus falscher Solidarität schämen?

Was denkt ihr?

Vielleicht wollt ihr mir euren Ablauf schildern, ich würde mich darüber freuen uns sie gern sammeln.

Mehr zur Mutter-Kind-Kur könnt ihr hier nachlesen.

Euch alles Liebe

Konsti

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21 Comments

  • Bianka
    24. Januar 2019 at 16:39

    Ich bin eigentlich nur stille Leserin aber ich gebe meinen Senf dazu. Ich finde das Du bzw. Ihr alles richtig macht.

  • Nicola
    24. Januar 2019 at 17:29

    Hut ab, ich finde ihr beiden macht es unglaublich großartig!

  • Lena Busch
    24. Januar 2019 at 18:18

    Wir wollen Müttern so langsam mal vermitteln, dass sie sich Hilfe und Unterstützung holen sollen und dürfen, und Väter dürfen das nicht? Ist das ein Leidensfähigkeitswettbewerb? Da frage ich mich, was das soll …. haben die, die so fragen, Hilfe angeboten? Oder ist das eher so nach dem Motto, „nur die Harten kommen in den Garten“?
    Gut, dass du dir Unterstützung holst – und ja, ich glaube, dass man sich auch über eine bestehende und als Team spielende Beziehung freuen darf. Alles andere hat sowas von der „Aber in Afrika leiden die Kinder Hunger, deswegen mußt du dein Butterbrot aufessen.“ – Argumentation, und die war vor 30 Jahren schon nicht gut.
    Alles Liebe für Euch!

  • Anonym
    24. Januar 2019 at 20:52

    Danke!
    Und wenn die KK ablehnt damit zum zuständigen Jugendamt gehen. Die kennen für alle anderen auch noch den Leih-Oma-Dienst, FamilenpatInnen oder andere Netzwerke die helfen NICHT auszubrennen.

  • alasKAgirl
    24. Januar 2019 at 20:58

    Ich musste jetzt erst mal die fiesen Kommentare unter dem anderen Beitrag lesen. Was stimmt nicht mit den Menschen? Warum wird immer erwartet, dass man erst mal ordentlich leiden und fast zusammen brechen muss, bevor man um sich Hilfe suchen darf?!
    Ich könnte das alleine ohne Hilfe auch nicht. Klar, mal für ein paar Tage oder eine Woche, aber drei Wochen?! Schon allein was sich da an Minusstunden und liegen gebliebener Arbeit ansammeln würde…
    Ein Haushalt der auf zwei Erwachsene ausgerichtet ist, funktioniert eben nicht mal eben auch alleine.

  • Kerstin
    25. Januar 2019 at 05:23

    Puh, ich hab mir einen von den Kommentaren im anderen Beitrag gelesen und hab schon vor 6 Uhr nen mega Puls bekommen deshalb. Jede Abweichung vom Alltag ist eine Herausforderung. Die einen kämpfen sich da durch, die anderen organisieren sich so, dass es weniger Stress für alle Beteiligten gibt. Ich fahre oft zu den Geoßeltern, wenn mein Mann auf Dienstreise ist oder lade Oma ein, und sei es nur wegen der Gesellschaft eines anderen Erwachsenen. Ihr habt einen guten Weg FÜR EUCH gefunden. Das allein zählt doch.

  • Stefanie
    25. Januar 2019 at 05:46

    Lass dich nicht ärgern! Selbstfürsorge ist wichtig und wenn man so ein tolles Umfeld hat, warum sollte man da keine Hilfe annehmen?! Ihr macht das genau richtig. Euch alles Gute!

  • Elisabeth
    25. Januar 2019 at 08:11

    Hey Konsti. Du machst alles richtig, wie es für euch passt. Ich hatte mir auch Hilfe geholt, als ich mit dem 3. Kind nach Hause aus der Klinik, nach Kaiserschnitt gekommen bin. Großartige Hilfe. So konnte ich K3 richtig kennenlernen und die anderen beiden Kinder waren beschäftigt. Es steht jedem zu. Und wenn es abgelehnt wird ….einfach Widerspruch einlegen…auch dabei kann man sich von verschiedenen Institutionen helfen lassen. Liebe Grüße Konsti du machst es alles richtig.

  • Franzi
    25. Januar 2019 at 10:09

    Also ich finde du musst dich nicht rechtfertigen. Du machst das sehr gut. Ich kenn viele Männer im bekannten Kreis die würden so viel Verantwortung für Haushalt und Kinder überhaupt nicht übernehmen. Ich selber arbeite Vollzeit im Schichtdienst und habe eine Tochter. Ohne die Unterstützung von meinem Mann und ab und zu auch Hilfe von Freunden wäre das nicht möglich.
    Also denk bloß nicht du wärst ein Weichei. Den Alltag mit zwei Kindern komplett allein zu wuppen ist nicht immer möglich und da darf man jede Hilfe annehmen die man bekommt.
    Einen schönen Tag Euch

  • Lis
    25. Januar 2019 at 10:27

    Hallo! Ich lese seit einiger Zeit euren Blog! Ich weiß (noch) nicht, wo sich die besagten Diskussionen ergeben haben, aber für mich steht nach dem lesen dieses Blogposts ganz klar fest, dass du genau deshalb – weil du dich um deine Kinder kümmerst, 3 Wochen mit ihnen alleine bist, dazu noch Haushalt und Arbeit schupfst – ein echter Kerl bist!
    Alles Liebe aus Österreich, Lis

  • Laura
    25. Januar 2019 at 10:44

    Lieber Konsti, für mich bist du ein Held, und Alu eine Heldin. Männer, die zuhause den Laden schmeißen, dass die Partnerin sich mal ein wenig erholen kann und dann noch so clever sind, sich Hilfe zu holen: SUPERMAN! Und weißt du was, im Netz gibts immer die, die meckern. Die es nicht verstehen und selbst das Gefühl haben, zu kurz zu kommen. Danke, dass ihr eure Erfahrungen teilt und dass ihr beide moderne Rollenvorbilder seid. Alles Liebe, Laura

  • Hannah
    25. Januar 2019 at 12:55

    Du machst alles richtig. Was für Idioten regen sich darüber auf?Jeder kann selbst am besten einschätzen, wann es ihm zu viel wird und dann ist es klug, für Entlastung zu sorgen. Wir stoßen hier als doppelt Berufstätige ohne nennenswerte familiäre Unterstützung schon mit einem Kleinkind mit motorischer Entwicklungsverzörgerung auch aufgrund von Therapieterminen etc. an unsere Grenzen. Ich wäre so froh, mal Hilfe zu haben. Werd mich jetzt auch mal über Kuren informieren!

  • Silke
    25. Januar 2019 at 15:06

    Ich finde jeder von euch macht das super. Ihr seid ein Team, ob zu zusammen oder mal geteilt. Hilfe da wo man sie braucht. Genau so. 3 Kinder das ist schon was. Wir haben einen Sohn und leider bleibt das auch so. Aber ab 2 wird das tägliche nicht mehr so leicht zu händeln sein. Wir müssen nur zur Kita. Macht weiter so. Ich lese gerne deinen Blog. Viele Grüße Silke

  • Kati
    25. Januar 2019 at 18:09

    Hi. Ich finde du machst es richtig und gut. 😉 Dies ist halt der normale Alltag von Eltern ob alleinerziehend oder zu zweit. Ja manchmal beineide ich auch Menschen ohne Kids, aber dann sehe ich mein Pubertier und weiß für wen ich das jeden Tag tue.

  • Alex
    25. Januar 2019 at 19:10

    Ach Mensch, das Andere immer meinen sie machen es richtig, ohne Andere wirklich zu kennen. Es ist so schön zu lesen wie du die täglichen Aufgaben im Blick hast.
    Hier sind die täglichen Aufgaben auch aufgeteilt und der Familienhaushalt läuft nur Reibungslos wenn alle gesund und anwesend sind. Wir müssen auch bald eine Woche alleinerziehend schaffen und das wird auch nur mit Hilfe gehen, wenn ich nicht danach komplett ausgelaugt sein mag. Ja andere schaffen das immer, aber wir haben zu zweit DIESE Familie gegründet und DIESEN Alltag aufgebaut, da fehlt alleine halt die zweite Hälfte und da braucht es dann etwas Hilfe.
    Alles super!!!

  • Mani
    25. Januar 2019 at 21:10

    Hey Konsti!
    Ich bin aus Zeitgründen momentan nur sporadisch auf Blogs unterwegs und traue mich gar nicht, mir die Kommentare anzusehen.
    Aber ich wurde von einer alleinerziehenden Mutter mit 2 Kindern mal belächelt, als ich das 3jährige Kind allein ins Bett bringen musste und mich nebenbei um unser 3 Wochen altes Baby kümmern musste. Mein Mann war abends unterwegs. Es ging. Aber ich hatte echt Angst, weil die große zu der Zeit echt extrem drauf war.
    Ich bewundere euch echt. Euch beide. Dich und Alu. Wie ihr das wuppt mit 3 Kindern. Wahnsinn!
    Und lieber holt man sich adäquat Hilfe bevor man ausgebrannt ist. Also alles richtig gemacht! Die Putzhilfe solltet ihr euch dauerhaft gönnen. Seitdem wir eine haben, sind wir alle entspannter und haben mehr Zeit für uns als Familie.
    Liebe Grüße
    Mani

  • Rolf
    25. Januar 2019 at 21:36

    Ich bin alleinerziehender Vater von drei Kindern plus Haushalt und Job. Nach unserem Schicksal haben wir uns eingerichtet und uns etabliert. Wir leben und harmonieren, das Gleichgewicht halte ich in der Waage, in Notfällen habe ich zwei Familien die uns auch aushelfen… Mein Fazit: Wer will der will und wer einen Willen besitzt, der versetzt Berge und kennt seine Grenzen ganz genau, erkennt diese und wird dafür sorgen das diese nicht überschritten werden. Mehr Mut, das stärkt und hilft enorm weiter.

  • Sandra
    26. Januar 2019 at 08:15

    Hi.
    Also ich frage mich auch manchmal wie andere das machen.
    Ich bin Mama von zwei tollen Mädels (2,fast9). Bin alleinerziehend und gehe 39,5 std. In der Woche arbeiten.
    Ich weis manchmal gar nicht wo mir der Kopf steht weil auch leider mein Arbeitgeber mich wenig unterstützt.
    Bin für Tipps immer offen um endlich eine gerade Linie rein zu bekommen 🙈😅
    Ich werde mich da mal informieren was ich mir an Hilfe holen kann vielleicht komme ich damit etwas mehr zu Ruhe und habe mehr Luft für meine Mäuse.
    Danke für den Einblick 😊

  • Rose
    26. Januar 2019 at 14:14

    Alle Achtung…. das machst du richtig und super gut….
    Bewundere die Väter, die ihre Frauen so toll unterstützen…. das war leider (früher vor allem) nicht immer so.
    Als ich einmal zur Kur war (mit dem 2. Baby schwanger) hat mein Mann den großen (knapp 1 Jährigen) auch für 3 Wochen alleine betreut; dann waren die beiden so zwischen 5 und 6,da war ich noch mal zur Kur….. und als sie die Grundschule besuchten studierte ich für 2 Jahre in Berlin, kam nur am Wochenende und in den Semesterferien nach Hause. Nach dem 1. Studienjahr erkrankte unser 2. an Diabetes (musste spritzen und heute immer noch), da wollte ich das Studium schmeißen….. Doch mein Mann schaffte es und kam sehr gut zurecht.
    Männer werden oft einfach unterschätzt…. doch sie können mit den Kindern und den häuslichen Pflichten sehr wohl zurecht kommen….. Du ALU bist auch der Beweis dafür den Alltag mit den Kindern (und als vorübergehender Strohwitwer) zu bewältigen und wenn du Hilfe brauchst, so hole sie dir…. Das ist dein gutes Recht und trotz allem musst du dabei auch an dich, deine Gesundheit und die deiner Familie denken…. das ist das allerwichtigste, nicht was andere füür Kommentare vom Stapel lassen….. Das soll erst einmal jemand nachmachen. Du bist auf dem richtigen WEG!!!!!!!!!!!!!!

  • Rose
    26. Januar 2019 at 14:16

    Ich meine natürlich Konsti….. statt ALU (Konnte es nicht im Beitrag korrigieren… sorry

  • Flo
    31. Januar 2019 at 22:43

    Ich bin auch öfter mit meinen Kindern alleine, wenn meine Frau auf Dienstreise ist. Eine Putzhilfe oder sowas nehme ich nicht, aber nicht aus Sorge um meine „Männlichkeit“, sondern weil ich persönlich einfach so gestrickt bin, dass ich es nicht leiden kann, wenn eine fremde Person in unserer Bude herumräumt.
    Da bin ich sehr eigen. Selbst bei meiner Schwiegermutter bin ich recht unduldsam, wenn sie damit anfängt.

    Allerdings habe ich auch den Vorteil kurzer Kita- und Arbeitswege, eher unkomplizierte Kinder, sowie eine recht kulante Gleitzeitregelung.

    Ich versuche, wenn meine Frau da ist, auf der Arbeit Gleitzeit zu akkumulieren, denn ich mache immer ein Bisschen Minuszeit, wenn meine Frau auf Reisen ist.

    07:30 Uhr- Aufstehen, Koffeintablette einwerfen, Duschen, Anziehen

    07:45 Uhr- Frühstück für die Kinder vorbereiten. Den Sohn (1,5 Jahre) im halbschlafenden Zustand auf den Wickeltisch tragen. Wickeln und anziehen.

    08:00 Uhr- Die Tochter (4 Jahre) aus dem Bett scheuchen und zur Nahrungsaufnahme abkommandieren. Sie ist ein echter Morgenmuffel und damit ganz der Papa. Den Kleinen füttern.

    08:15 Uhr- Der Tochter beim Anziehen helfen. Vorbereitung des Kinderwagens. Einpacken evtl. für den Tag notwendiger Gegenstände (Unterlagen, Sportsachen u.s.w.), Marschbereitschaft herstellen.

    08:35 Uhr- Abmarsch zur Kita, ca. 10 Min Fußweg, glücklicherweise besuchen beide Kinder dieselbe Einrichtung

    08:45 Uhr- Abgabe der Kinder

    08:50 Uhr- Fortsetzung des Fußweges Richtung Arbeit, ca. 25 Minuten Fußweg, Frühstück „to go“ mit Brötchen von einem der Bäcker oder Metzger auf dem Weg

    09:15 Uhr- Ankunft auf der Arbeit, Arbeitsbeginn

    13:00 Uhr- Mittagspause, hierbei Fußweg zum nahegelegenen Supermarkt, Erledigung der Familieneinkäufe, Essen (Sandwich, Salat oder sowas) „to go“

    13:30 Uhr- Fortsetzung der Arbeit

    16:35 Uhr- Überhasteter Aufbruch vom Arbeitsplatz und Eilmarsch zur Kita.

    17:00 Uhr- Kinder abholen.

    17:10 Uhr- Ankunft zu Hause. Kinder bespaßen, immer mit unterschiedlichem Programm.
    Sport funktioniert aber am besten. Ich habe mir aus den Kindertrainings des Systema-Meisters Andrey Karimov ein paar gute Fitnessübungen für Kinder abgeschaut. (Einfach mal Youtube „Andrey Karimov Children Training“ suchen)
    Die Große macht inzwischen schon ganz gut mit und der Kleine ist total begeistert, uns zusammen trainieren zu sehen, jauchzt und quietscht und versucht im Rahmen seiner Möglichkeiten nachzuahmen.
    Ab und an parke ich die Ältere aber auch ganz unpädagogisch vor Youtube-Vids (ja ich weiß… Asche auf mein Haupt). Oder aber ich mache ihr an meinem Notebook MS-Paint an. Sie kann inzwischen schon wirklich gut mit den Funktionen umgehen und malt damit echt schöne Bilder. Dann kann ich sogar mal telefonieren oder schon was im Haushalt machen bevor die Kinder schlafen.

    18:45 Uhr- Abendessen vorbereiten, nebenbei weiter die Kinder bespaßen.

    19:30 Uhr- Nach ca. 100 Unterbrechungen das Abendessen fertig haben und zusammen essen (wobei ich meist nicht wirklich dazu komme, selbst zu essen)

    20:00 Uhr- Weiter die Kinder bespaßen. Jetzt aber nicht mehr mit Sportprogramm, sondern eher etwas ruhiger. Vorlesen, Duplo bauen, Malen (aber auf Papier und nicht mehr am Rechner) und so.

    20:45 Uhr- Den Sohn umziehen, wickeln, ins Bett verfrachten und ein Fläschchen verabreichen. Zum Glück schläft er schnell und unkompliziert ein.

    21:00 Uhr- Tochter umziehen, ins Bett bringen, Geschichten vorlesen.

    21:30 Uhr- Jetzt schlafen beide und ich kann anfangen, das Chaos welches die beiden Kinder in der ganzen Wohnung hinterlassen haben, aufzuräumen, die Küche zu putzen, Wäsche zu waschen, Staub zu saugen (zum Glück sind weder meine Kinder noch meine Nachbarn lärmempfindlich), Mails zu beantworten u.s.w.

    23:00 Uhr- Endlich Zeit für mich! Erstmal noch ein Bissel Fitness, einfach um etwas vom Tag runterzukommen und die Aggressionen abzubauen, die sich bei mir manchmal anstauen, wenn ich den ganzen Tag nett, höflich und für Andere da sein musste. Ein paar Kniebeugen, Vorwärts- und Rückwärtsrolle, Liegestütze, Situps, Schattenboxen- dann ist der Kopf wieder klar und ich bin wieder ich.

    23:45 Uhr- Ab vor den Rechner, die Tagesnews und insbesondere alle Entwicklungen auf dem Kryptomarkt checken. Vielleicht ein Bisschen chatten oder mal wieder eine Runde League of Legends zocken. Vielleicht mal ein Video von einem MMA-Fight schauen oder Blogbeiträge lesen.

    01:15 Uhr- Merken, dass es schon wieder verdammt spät ist, ich noch irgendwas im Haushalt vergessen habe, das ich unbedingt erledigen wollte und ich außerdem irgendwie noch hungrig bin. Also noch was essen und währenddessen rumwuseln.

    01:45 Katzenwäsche, Zähneputzen und ab ins Bett. Wie auf Kommando einschlafen und hoffen, dass mich die Kinder nachts nicht wecken.
    Meistens klappt das ganz gut.

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