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Mit dem Alter wachsen die Ängste #Elternleben

Als ich gestern mit meiner Frau aus dem Krankenhaus komme, ist es ruhig im Auto. Es ist diese gespannte Stille. Daheim, kurz bevor die Kinder zurückkehren, sprechen wir wieder. Wir haben Angst.

Diese OP ist groß, d.h. großräumig, langwierig, vielschichtig. Obwohl mit Gelingen des Eingriffs schließlich alles besser wird und vielleicht sogar gut, ist es ein Riesenschritt.

Ich habe nur darauf gewartet, wann sie das Thema anspricht. Und zwar, was geschehen soll, wenn es schief geht? Diese Angst, dass unser schönes Leben abrupt endet, ist groß. Dabei suche ich, als wir über Ihre und meine Angst sprechen, nach klugen Worten. Mir fällt nur eines ein: Wenn man erwachsen ist, sind die Sorgen größer. Denn das Leben, bspw. nach einer Krebserkrankung wird immer belastet sein mit dieser Angst vor einer Wiederholung und schlimmeren Dingen. 

Schaue ich auf unsere Kinder, kennen sie ebenfalls Angst.

Natürlich in dem Fall der OP und Erkrankung der Mutter, aber auch in ihrem eigenen Leben. Dort begegnet mir eine Angst, die schnell auch einfach vergessen sein kann. Spätestens seit ich Vater bin, kann ich z.B. die Sorge um die Kinder nicht unterdrücken. Immer wieder ploppt sie auf. Auch dann, wenn ich damit nicht rechne. Ist ein Kind länger unterwegs, überkommt mich die Furcht vor dem Verlust. Passiert einem der drei etwas, bin ich der Sorge voll. Doch um mich allein ist die Angst selten. Meistens sorge ich mich über meine Mutlosigkeit, jedoch in Bezug auf die Familie. Es gibt so viel mehr, jetzt mit 43, das ich liebgewonnen habe. Also habe ich auch mehr Angst, etwas Wichtiges (zu früh) zu verlieren. 

Nichtsdestoweniger Furcht und Angst können verblassen. Oder ich kann sie kurz abgeben. Bei mir hilft das Beten oder ein Licht entzünden und darin meine Bitten und Sorgen abzuladen bei meinem Gott. Außerdem ist es unglaublich, wie sehr wir jetzt leben können und somit nahezu unsere Ängste vergessen. Mal ist dies gut und ein anderes Mal nicht.

Nun habe ich Angst um meine Frau. Heute geht es in eine lange OP. Danach hat sie viele Tage im Krankenhaus vor sich und schließlich noch Wochen daheim, um sich zu erholen, zu heilen und zu schonen. Doch am Ende des Tunnels steht eine neue Lebensqualität. Darauf hoffe ich. Dann bemerke ich, dass die Hoffnung die Angst im Griff haben kann – wenn manchmal auch nur kurz. Übrigens, wenn irgendetwas schiefgeht, will meine Liebste keine schnöde und langweilige Feier, sondern ein Fest mit schöner Musik. Das feiern wir lieber zusammen, denke ich bei mir, also: Wünscht uns Kraft und Glück!

Euer Konsti

Worauf man so warten kann #Brustkrebs

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6 Comments

  • Franzi
    17. April 2024 at 09:11

    Ganz viel Kraft und Glück wünsche ich euch!!

  • ilona
    17. April 2024 at 19:50

    So sehr wünsche ich ihnen Allen, dass die OP gelingt.
    Alu auch für diese schwere Notwendigkeit ausreichend Kraft hat.
    Dass sie Alle den Mut nicht verlieren.

  • UlrikeF
    17. April 2024 at 21:32

    Ich wünsche euch viel Glück und Kraft das die Op gelingt. Und mögest du und Alu nie euren Mut und Lebensfreude verlieren.

  • Elke
    18. April 2024 at 15:46

    Viel Glück und Zuversicht wünsche ich allen Beteiligten!

  • Almi
    19. April 2024 at 07:28

    Ich wünsche euch Kraft, Gottes Segen und Heilung auf allen Ebenen. Ihr seid eine wunderbare Familie. Ich finde den Psalm 23 tröstlich – kraftgebend – berührend – beruhigend.

  • Elisabeth
    19. April 2024 at 21:56

    Liebe Alu, lieber Konsti,
    von Herzen viel Kraft und Durchhaltevermögen wünsche ich! Einen guten OP-Verlauf, schnelle Regeneration und dass ihr den Halt aneinander nie verliert. Ich drücke unbekannterweise ganz fest beide Daumen! Liebe Grüße, Lisa

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