Sechs Monate zusammenleben mit drei Kindern, Wechsel in Profiliga
Grossekoepfe.de | Ein Elternblog mit Ihrer und Seiner Sicht aus Berlin!
Baby Leben mit Kindern

Der Wechsel in die Profiliga, sechs Monate Zusammenleben mit dem dritten Kind

Berliner Familienblog, Elternblog Berlin, Grosseköpfe,

Der Wechsel in die Profiliga – sechs Monate drei Kinder

Ich kann nicht schlafen, denn heute wird unser Baby sechs Monate alt, ein halbes Jahr. Vor sechs Monaten habe ich dieses schlafende Baby  in einer Blitzgeburt geboren.

Fast kommt es mir vor, als ob das gestern gewesen wäre. „Sechs Monate habe ich nun also schon geschafft“, denke ich hier im Dunkeln und ich murmele wirklich „geschafft“,
denn die ersten paar Monate mit drei Kindern fühlen sich trotz all dem überströmenden Glück teilweise so schwer an wie Blei. Die letzten Monate waren wunderschön und gleichzeitig wahnsinnig hart. Ich merke an diesem, meinem letzten Kind, dass ich älter und unruhiger geworden bin. Wenn sie weint bin ich schneller zur Stelle als noch bei den anderen Kindern. Wenn sie ruhig ist gehe ich einmal öfter schauen. Wenn sie lacht fange ich ihr Lachen tiefer ein und denke mir jedes Mal: „Diesen Moment musst du dir merken, genau den jetzt, das kommt niemals wieder.“

Wir sind komplett – thanx

Dieses dritte Kind macht uns irgendwie komplett, sortiert uns neu, macht uns besser und schlechter zugleich als Paar, als Eltern. Ich merke seit der Geburt dieses Kindes, dass meine und Konstis Nerven nicht unbegrenzt stark sind, dass wir beide von einer leichteren, einer händelbareren Situation ausgegangen sind. Wir dachten: „Das dritte Kind läuft so mit.“ Pustekuchen.

Starke kleine Mädchen sind cool.

Jeden Tag aufs Neue zeigt uns dieses starke kleine Mädchen, dass es sich nicht in Schemen pressen lässt. Essen findet es cool und macht sogar manchmal mit, aber gegen das Stillen ist hier kein Kraut
gewachsen. Die Hände hat der Nachwuchs bereits entdeckt, Füße und Bewegung jedoch sind hier noch kein Thema. Am liebsten ist dieses dritte Kind nah an Mama dran, oder auf Mama drauf. Wir nennen es liebevoll das „Profiliga Öko Baby“, denn Papa ist zwar oooookayy, aber Mama muss kuscheln, tragen, stillen und eigentlich immer vor Ort sein. Ich kannte solche Babys von anderen Menschen, nun habe ich selbst so ein Exemplar daheim. Seine Geschwister hat der Sonnenschein fest im Griff. Sobald die Großen auftauchen, brabbelt und lacht K3 wie ein Honigkuchenpferd. Es ist schön zu sehen wie sehr diese Liebe hier wächst und gedeiht. Als die anderen Kinder sechs Monate alt waren, war ich bereits wieder auf Reisen. Ich war mit der Uni acht Tage in Spanien, oder ein Wochenende allein verreist. All das wäre hier gerade undenkbar, dieses Baby verlangt Nähe von mir und Ruhe von uns allen. Ich war noch nie so müde wie in den letzten sechs Monaten, ehrlich. 

 

müder Vater mit schlafendem Baby.

 

Alles was zählt ist die Familie.

Waren wir früher mit den Kindern auf Festivals, oder am Abend noch unterwegs, so will dieser Nachwuchs am liebsten zu Hause im Kreise seiner vertrauten Personen sein. Sobald wir unterwegs sind, leisten ihre großen Augen Überstunden. Sie kann nirgendwo anders als an mir dann schlafen, schaut immer aufmerksam und sagt keinen Ton. Letztens wurden wir schon gefragt ob das Baby überhaupt mal Töne macht und alle vier mussten wir lachen ob des lauten Gemeckers in der Bauchlage, oder bei anderen Leuten auf dem Arm.

Vom Einsteigermodell, über die Meisterklasse in die Profiliga.

Dieses Baby ist nach dem Einsteigermodell von K1 und der Meisterklasse von K2 nun also Profiliga und darin fühle ich mich nach sechs Monaten auch angekommen. Wir wachsen mit diesem Baby jeden Tag, werden auf uns zurückgeworfen und nicht selten mal über Bord gespült. Manchmal rutsche ich unruhig auf meinem Hintern hin und her, möchte raus, möchte das erste Jahr vorspulen um dann hoffentlich bessere Nächte hinzubekommen, aber dann strahlt mich dieses Baby so sehr mit seinen Grübchen an und lacht glucksend und ich denke „Scheiss doch drauf, stillen wir halt dieses Mal bis das Baby ein Ende
findet und tragen wir eben das Baby solange bis es Lust hat sich zu bewegen und
und und…“
Unser kleines Mädchen wird heute sechs Monate alt, ein Baby was mir
gezeigt hat was für eine andere Art Mutter ich auch sein kann und das man über sich hinaus wächst wenn man sich nur selbst die Zeit dazu lässt, mit jedem Kind ein bisschen mehr.
Abschied vom Babyjahr

You Might Also Like...

14 Comments

  • Anonym
    20. Februar 2017 at 13:10

    Das hast Du toll beschrieben!So ehrlich und so herzlich!Ich bin 34 Jahre alt.K1 8J.,K2 4J.-und ich denke ernsthaft über K3 nach-obwohl der Versand nNEIN sagt-ist das Herz anderer Meinung..so lange habe ich aber keine Zeit mehr zu überlegen. Jetzt sind die K's schon so selbstständig-und jetzt Alleswieder auf Null??

  • Anonym
    21. Februar 2017 at 13:20

    Ein toller Text – hier ist es ähnlich!Und an meine Vorrednerin – Verstand ausschalten. Meine großen waren 7 und 4 bei der Geburt von Nr. 3. Sie lieben ihre kleine Schwester über alles und sie freut sich tierisch wenn die großen aus Schule und Kiga wieder da sind. Ja, es ist anstrengend, aber es ist wunderbar die drei gemeinsam aufwachsen zu sehen. Unsere Herzen denken sogar über Nr. 4 nach 🙂

  • Kathrin
    22. Februar 2017 at 06:49

    ….und du bist so stark und so taff dabei! Du hast so viel erreicht und trotz der kleinen und großen Hürden so durchgehalten. Das find ich wirklich bewundernswert. Gerade beim dritten Kind! Wo man eigentlich viel müder und sowieso viel ausgelaugter ist, als beim Ersten. Ihr seid tolle Eltern und ich ziehe meinen Hut! Glückwunsch zum 6-Monatigen, ihr 5 🙂

  • alu
    23. Februar 2017 at 22:54

    Das sollte man sich wirklich gut überlegen, denn die Zeit ist anstrengend, aber es ist auch wunderschön und alle profitieren davon (glaube ich).

  • alu
    23. Februar 2017 at 22:54

    Ihr seid ja mutig. Alles Gute für Euch.

  • alu
    23. Februar 2017 at 22:54

    Ich danke Dir! Es wird besser, oder? Oder?

  • Anonym
    2. März 2017 at 08:24

    jaa, es wird besser! Die dritten orientieren sich an alles , was die zwei grossen machen.. aber meist im doppeltem Tempo als wir das denken oder kannten..viell. ist es deswegen so anstrengend!? Aber ich wünsche euch viel Kraft..und alles Gute! Daumen hoch !!

  • Gastbeitrag: Der Trend geht zum Fünftkind - Mamaskind
    19. Mai 2017 at 07:01

    […] nach dem dritten Kind nun ja auch wieder eine aktive Rolle. Wir stellten beide fest, dass wir definitiv fertig sind. Also wirklich sowas von fertig, fertiger geht quasi kaum. Das hängt nicht nur damit […]

  • Im letzten Monat - Februar 2017 • Nullpunktzwo
    4. Juni 2017 at 09:29

    […] bei uns ist! Natürlich habe ich auch geschaut, wie es ihren zeitlichen Zwillingsschwestern bei Alu und Alina geht: Alle 3 Mädchen kamen innerhalb weniger Stunden zur Welt und doch entwickeln sich […]

  • Zehn Monate drei Kinder, Zehn Monate altes Baby, zehn Monate Lütt Dirn
    19. Juni 2017 at 22:14

    […] Dirn, zehn Monate bist du schon da, eben waren es doch noch drei Monate,  oder sechs Monate, wie konnte die Zeit so schnell […]

  • Was bedeutet Home Office für Eltern, Vereinbarkeit von Beruf und Familie,
    19. Juni 2017 at 22:18

    […] wird dadurch nicht kleiner, aber vielleicht ist das eben auch alles okay in diesem wunderschönen letzten Babyjahr mit der Kleinsten und all diesen Projekte in meinem Kopf und auf dem Papier die es auch nach den ersten zwölf […]

  • Jana
    18. Juli 2017 at 22:00

    Ich muss immer so lachen,wenn ich eure Beiträge lese….sehr schön,könnte man fast eins zu eins auf uns übertragen?unsre Großen sind was älter und unser Krümel bissl jünger…aber ansonsten absolut identisch inklusive aller von dir beschriebenen Gefühle usw…. vielen lieben Dank dafür ?

  • Ding Dong meine Brüste sagen auch nach 12 Monaten noch Hallo
    3. August 2017 at 09:10

    […] Fast fünf Monate, viel Austausch mit der Mütterpflegerin (und auch mit Internetfreundinnen) hat es gedauert bis das Baby und ich uns irgendwie eingegroovt hatten. Milchstau folgte auf Milchstau, wahnsinnig langes Einschlafstillen folgte auf noch längeres Aufstehstillen. Gefühlt verbrachte ich die ersten vier Monate mit diesem Kind im Bett um zu schauen wie wir mit der Stillerei zusammenkommen, denn eines war dieses Mal klar: Wir wollten beide und es lief und lief irgendwie auch gut und war schön. […]

  • Jeden Tag ein bisschen mehr Kleinkind - Abschied vom Babyjahr
    18. August 2017 at 23:23

    […] Wenn du auf Fotos Mitglieder deiner Familie erkennst kannst du dich nicht sattsehen. Als die großen Geschwister jetzt auf Reisen waren hast du dir jeden Tag die Fotos angeschaut und da da da gesagt. Wenn du deine Geschwister siehst dann lachst du aus vollem Herzen. […]

Leave a Reply